Tanja Hassert
Promotionsvorhaben
Nicht immer gelingt es Menschen nach einer medizinischen Rehabilitation wieder in ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit zu integrieren. Aufgrund dauerhafter gesundheitlicher Einschränkungen kann durch die Rehaklinik eine anschließende berufliche Reha empfohlen werden; durch sogenannte Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sollen die Betroffenen durch die Deutsche Rentenversicherung bei der anstehenden beruflichen Veränderung unterstützt werden.
Dieser Übergang von einer medizinischen in eine berufliche Rehabilitationsmaßnahme kann jedoch für viele Betroffene eine Herausforderung darstellen. Neben der Unsicherheit bezüglich der beruflichen Perspektive spielen häufig auch Existenzängste eine Rolle. Unterstützende Maßnahmen könnten Abhilfe schaffen, sind in der Realität jedoch nicht ausreichend vorhanden oder nicht für jeden zugänglich.

Ziel dieser Promotion ist es daher, die Schnittstelle zwischen der medizinischen und der beruflichen Rehabilitation in den Fokus zu nehmen. Es soll untersucht werden, welche Hürden in dieser Phase auftreten können, welche Erwartungen Beteiligte dieses Prozesses an die jeweils andere Stelle haben, inwieweit diese bereits erfüllt sind und was er darüber hinaus noch bräuchte. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen sollen Gestaltungsanforderungen an eine interaktive, digitale Nachsorgelösung ausgearbeitet werden, welche die Betroffenen in der Übergangsphase unterstützen kann. Diese Erkenntnisse sollen in einer Pilotstudie den Nutzern digital zur Verfügung gestellt werden. Im Anschluss steht die Evaluation, inwiefern eine interaktive digitale Lösung das Potential hat, den Übergang von der medizinischen in eine berufliche Rehabilitation zu erleichtern.
Das Promotionsprojekt ist an der TU Dortmund verortet und wird in Kooperation mit der Rehaklinik Königstuhl in Heidelberg durchgeführt.



