Neue Publikation: Toward Inclusive Practice

Im Rahmen des Dissertationsprojekts von Jana-Sophie Effert wurde in Zusammenarbeit mit Frauke Mörike untersucht, wie neurodivergente Perspektiven in der B2B-Produktentwicklung von KMUs berücksichtigt werden; und warum das bislang kaum systematisch passiert.
Die Fragebogen- und Interviewstudie zeigt drei aufeinander aufbauende Argumentationslinien:
1. Randthema: Barrierefreiheit (insbesondere für Neurodivergenz) gilt im B2B-Kontext als nachrangig.
2. Individualität als Argument: KMUs passen ihre Produkte ohnehin individuell auf Firmen und Mitarbeitende an; Neurodivergenz brauche deshalb keine eigene Rolle.
3. Ablehnung struktureller Ansätze: Gesetze und Checklisten werden abgelehnt, weil sie dem Individualitätsprinzip widersprechen.
Genau dieser dritte Punkt wirft eine wichtige Frage auf: Wenn individuelle Anpassung als Lösung gilt, wessen Bedürfnisse werden dabei eigentlich als Standard gesetzt?
Der Artikel ist open access über folgenden Link abzurufen: https://academic.oup.com/iwc/advance-article/doi/10.1093/iwc/iwag023/8666454?login=false



